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ÖSTLICHE ALPUJARRA: Von Laroles nach Válor

GR-7 durch die Alpujarra · Etappe 1 von 7

Laroles nach Válor

  • Entfernung14 km
  • Gehzeit3 h 20 min
  • Dörfer5
  1. Laroles
  2. 5 km · 1 h 30 min
  3. Júbar
  4. 1,2 km · 15 min
  5. Mairena
  6. 6 km · 1 h 10 min
  7. Nechite
  8. 1,8 km · 25 min
  9. Válor
Laroles

Laroles

Der Weg beginnt im oberen Ortsteil von Laroles auf 1043 m Höhe. Von hier aus überblickt man die flachen, mit Launa – einem grauen Tonschiefer-Lehm – gedeckten Dächer des ganzen Dorfes. Aus der Landschaft ragt der Turm der Iglesia del Rosario heraus, der eher an das Minarett einer Moschee erinnert; überraschend ist seine mit Schieferplatten gedeckte Kuppel. Im Hintergrund öffnet sich das Tal des Río Grande de Adra, ein Flussbecken, das die Wasser der Sierra Nevada aufnimmt und von Norden nach Süden direkt zum Mittelmeer hinabfließt, wobei es sich seinen Weg zwischen der Sierra de Gádor und der Sierra de la Contraviesa bahnt.

Die Landstraße (die ehemalige C-431) verlassen wir am Ortsausgang von Laroles in Richtung Mairena, hinter dem Dreschplatz „Era de los Rubios“, und nehmen den Weg, der als Camino de la Sierra oder Camino a los Molinos (Mühlenweg) bekannt ist. Diese Piste zwischen Mandelbäumen verlassen wir dort, wo sie an einem Stall vorbeiführt, und folgen dem traditionellen Pfad, der links abzweigt und an einer alten Mühle vorbei hinaufsteigt. Im Frühjahr können wir beobachten, wie das Wasser ihres Bewässerungskanals über die „Piedra de la Resvalaera“ gleitet. Hinter der Mühle trifft der Pfad auf eine Gabelung der Piste; dort nehmen wir die linke Abzweigung, die zwischen einer Steineiche und einem Speierling den Bewässerungskanal überquert, der einst die neun Mühlen dieser Gegend speiste.
Kurz nach einer weiteren Mühle lassen wir links eine Abzweigung liegen, die zu einem aufgegebenen Steinbruch führt, einem „tejar“. Die zuvor nach rechts ansteigende Piste führt ebenfalls zu einem solchen Steinbruch, der jedoch noch in Betrieb ist.

In der östlichen Alpujarra nennt man „teja“ die Steinplatte, die auf den Dächern der Häuser über den Holzbalken und unter der Launa verlegt wird. In der westlichen Alpujarra dagegen ist die „teja“ der gewölbte Tonziegel der Dächer, und die genannte Steinplatte heißt dort „losa“. Diese Platten werden außerdem für Sockel, Dachvorsprünge und Fußböden verwendet.

Wenn wir uns einigen schönen Pappeln nähern, halten wir uns links, um in die Schlucht hineinzugehen und den Fluss an einem kleinen Wasserfall zu überqueren, der zwischen zwei farnbewachsenen Felsen entsteht. Ein langer, steiler Anstieg führt uns in die Kastanienwälder. Wenn wir schließlich wieder den Farnwald sehen, finden wir rechts die kleine Ruine eines steinernen Cortijo (Bauernhofs) und direkt darüber die Piste, der wir nach links folgen.

Auf der Piste genießen wir nun einen geruhsamen Spaziergang. Diesen Höhenrücken haben wir bereits gesehen, als wir auf der gegenüberliegenden Seite wanderten: in den höheren Lagen mit Kastanien und Steineichen bewachsen, mit Schluchten, deren Ufer von üppiger Vegetation bedeckt sind. Unterwegs erkennen wir auch Obstbäume, die uns den ganzen Weg begleiten werden, etwa Feigen-, Kirsch-, Mandel-, Oliven- und Walnussbäume.

Der Spaziergang führt uns sanft in das Dorf Júbar. Zwischen terrassierten Feldern, die von der Acequia Real (dem Königlichen Bewässerungskanal) bewässert werden, sehen wir zuerst die Kirche mit ihrem Turm arabischen Ursprungs und dahinter den Friedhof.

Júbar hat nur 60 Einwohner. Wir durchqueren das ganze Dorf durch seine bezaubernden Gassen mit niedrigen Häusern und Geranientöpfen auf den Balkonen. Wir überqueren auch den Dorfplatz, um hinten rechts den Weg zu den Dreschplätzen zu nehmen.

Der Pfad nach Mairena beginnt an einem Brunnen mit zwei Wasserrohren, aus denen ungechlortes Wasser fließt und der zugleich einen darunterliegenden Waschplatz speist.
Gleich darauf kommen wir an einer weiteren Quelle mit ungechlortem Wasser vorbei, der „Fuente del Barranco“. Nachdem wir die Schlucht überwunden haben, nehmen wir den linken Pfad und überqueren unter einem Feigen- und einem Maulbeerbaum einen Bewässerungskanal. Wir durchqueren eine kleine Rinne und gehen geradeaus in einen kleinen Steineichenhain hinein, der von einer niedrigen Steinmauer gesäumt wird. Auf diesen Pfad trifft zunächst ein Abzweig einer Piste, die wir überqueren müssen, und gleich danach eine Hauptpiste, eine von denen, die in die Sierra hinaufführen; auch sie überqueren wir, um beim Barranco del Cerro die Kreuzung mit der Zufahrtsstraße nach Júbar zu erreichen. Wir gehen einige Meter auf der Hauptstraße nach Westen und nehmen dann rechts einen von Feigenkakteen und Feigenbäumen gesäumten Pfad. Wir kommen oberhalb der „Era del Ejido“ vorbei („Ejido“ bezeichnet das brachliegende Gemeindeland am Ortsrand), und dahinter sehen wir wieder den Kirchturm, der uns ankündigt, dass wir bald Mairena erreichen.

Mairena mit 268 Einwohnern hat sich zusammen mit den Ortschaften Júbar, Laroles und Picena vor Kurzem zur Gemeinde Nevada zusammengeschlossen. Wir durchqueren das Dorf von Osten nach Westen durch den oberen Ortsteil, gehen um die Kirche herum und stehen auf einem Aussichtsbalkon in 1100 m Höhe, mit beeindruckenden, weiten und kontrastreichen Ausblicken.
Hinter den letzten Häusern erreichen wir die Era Baja: Von diesem kleinen Platz geht der Pfad nach Nechite ab.
Wir steigen zum Fluss hinab, wobei wir einen links steil abfallenden Trampelpfad ignorieren, überqueren ihn bei einer alten Mühle, in der heute Pappeln wachsen, und wandern über den mit Steineichen gesprenkelten Höhenrücken zwischen den Flüssen Mairena und Nechite.

Válor

Válor

Hinter einigen Olivenbäumen und einem Zürgelbaum nehmen wir nicht den Pfad, der links zur Straße hinabführt, sondern den rechten Weg, der über einen Dreschplatz und weiter oben über einen Bewässerungskanal führt. Nach einem steilen Anstieg erreichen wir eine Erdpiste. Hier müssen wir aufpassen, ihr nur so lange zu folgen, bis links die Abzweigung unseres Pfades auftaucht. Auf diesem überqueren wir den Höhenrücken Loma de Garridos. Wir gelangen in eine kleine Schlucht, der wir ein Stück folgen, und beim Verlassen staunen wir über die Ausblicke auf Nechite und den gesamten Ostrücken des Monte de San Juan.

Wir steigen in die Schlucht hinab, überqueren den Río Nechite auf einer Brücke und gelangen auf eine dort beginnende Piste. Diese Piste führt bis zum oberen Ortsteil von Nechite, San Blas genannt. Wir verlassen sie, nachdem wir an einem riesigen Kastanienbaum vorbeigekommen sind und einen nach rechts ansteigenden Abzweig ausgelassen haben, um über den linken Pfad den mittleren Ortsteil Santa Lucía zu erreichen. Dieser Weg wird auf der einen Seite von Gemüsegärten, auf der anderen von Steinmauern gesäumt, an deren Rand Maulbeerbäume (morales, Schwarze Maulbeere) stehen. (Später, wenn wir nach Válor kommen, begegnen uns „moreras“ – Weiße Maulbeerbäume, nicht „morales“ –, die als erste austreiben und deren Blätter die Seidenraupen als erste fressen.) Bevor wir Santa Lucía betreten, liegt zwischen Feigen- und Walnussbäumen die Fuente del Rojo, und am Ortsausgang rechts, gegenüber einem Pappelhain, die Fuente Martín.
Nechite besteht aus drei Ortsteilen. Wie die meisten Dörfer der Alpujarra ist es aufgeteilt und dem Gelände angepasst. Doch anders als anderswo ist der Ort nicht so weit gewachsen, dass die Teile zusammengewachsen wären: Sie sind klar voneinander getrennt, durch herrliche Gartenoasen, schöne Gärten und eine von Vegetation überquellende Schlucht – nicht umsonst soll Nechite „Freude“ bedeuten.

Oberhalb der Fuente Martín überqueren wir die bereits betonierte Piste, die vom oberen Ortsteil herabkommt, und gehen weiter nach Válor auf einem Pfad, den größtenteils ein Bewässerungskanal im Schatten der Kastanienbäume begleitet. Wir müssen darauf achten, nicht den Weg nach links zu nehmen, auf dem das Wasser hinabfließt, das die Terrassenfelder bewässert, wenn der Kanal geöffnet wird. Geradeaus weiter stoßen wir auf einen Weg, der bald endet, und folgen dann wieder einem Bewässerungskanal, der anfangs betoniert ist.

Dieser Pfad endet oberhalb des Dorfes Válor an der Straße, die in die Sierra hinaufführt. Oben befindet sich die Käserei „Los Cortijuelos“, in der die Ziegenkäse der Region hergestellt werden. Und wenige Meter darunter liegt das Dorf, wo wir sie probieren können, zusammen mit Rebhühnern in Escabeche (sauer eingelegt).

In umgekehrter Richtung

Wenn wir den Weg in west-östlicher Richtung gehen, brauchen wir ungefähr gleich lange. Die Strecke von Válor nach Júbar dauert etwas länger, die von Júbar nach Laroles vielleicht etwas weniger.

Von Mairena nach Júbar nimmt man den Pfad am Ortsausgang in Richtung Laroles. In der ersten Kurve verlassen wir die Straße und steigen entlang des Barranco del Prado auf einem Pfad hinauf, dessen glimmerhaltige Steine erstaunlich glänzen.
Von Júbar nach Laroles müssen wir darauf achten, an einem Metallzaun nicht die nach links ansteigende Abzweigung der Piste zu nehmen. Wir folgen also stets dem Hauptweg und verlassen ihn erst, wenn wir oberhalb der Piste einen Stall neben einem Kastanienbaum sehen. Man nennt diesen Ort den „Repartidor“ (Verteiler), weil der Bewässerungskanal hier alle vier Tage das Wasser entweder nach Júbar oder nach Laroles verteilt. An der Piste zeigt ein Wegzeichen an, dass man hier auf den Pfad abbiegen muss. Der Pfad führt an einem großen Kastanienbaum hinab und trifft dann auf den Weg nach rechts.

Wo übernachten auf jeder Etappe? Tipps für die Nächte unterwegs – und ein Haus in Mecina Bombarón, auf halber Strecke.

Übernachten

© 2026 - Casas Blancas. +34 958 851 151 | +34 626 440 491 | C/ Casas Blancas 14, 18450 Mecina Bombarón, Alpujarra de la Sierra (Granada).
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